Im Studio mit: Jens Harder
Jens Harder (*
1970 in
Weißwasser)
ist ein
deutscher
Comiczeichner
und Illustrator.

»ableitungen, mutationen, verwandlungen -
alles ist im fluß, nichts ist statisch, egal ob mikrobiologische strukturen
oder kontinentumspannende gebirgsformationen. sequentielle arbeiten kommen
dieser vorstellung sehr nahe, lassen sie doch bewegungen und übergänge zu,
zwischen den bildern und darüber hinaus.
der blick wandert über die landschaft, die landschaft wandert unterm auge
vorbei, die wesen, die dabei aufgescheucht werden, flüchten oder greifen an -
je nach situation. wir sind im kryptozoo, einem unwohnlichen eiland, in dem
rätselhafte
scheinexistenzen ihr unerforschtes dasein fristen, entweder bald als
neue art oder ernüchternd gewöhnliche zeitgenossen zu enttarnen, manche
aber auch für alle zeit in den tiefen staubiger expeditionskisten
verschwindend, wer kann das schon voraussagen.
für einen kurzen moment wird ihr abbild festgehalten, fixiert und zwischen
glasplatten gepresst - welch ein glück für die wissenschaft!«
Von 1996 bis 2002 studierte er Kommunikationsdesign an der
Kunsthochschule Berlin-Weißensee.
1999 gründete er zusammen mit Studienkollegen die Comicgruppe
Monogatari, an deren Kollektivalben er in
der folgenden Zeit eigene Beiträge veröffentlichte. Auch für diverse Zeitungen
und Zeitschriften (unter anderem
Scheinschlag,
Strapazin und
Tagesspiegel)
arbeitete er.
Sein erstes eigenes Buch brachte er 2003 bei dem
französischen Verlag
Éditions de l'An heraus,
weil er keinen deutschen Verleger gefunden hatte. Das etwa 150 Seiten
umfassende Album mit dem Titel Leviathan ist eine dramatisierte Geschichte um
einen
Pottwal
und beinhaltet außer Textstellen von beispielsweise
Herman
Melville und
Thomas Hobbes, die in vier Sprachen abgedruckt sind,
keinen Text. Für dieses Werk wurde Harder beim
Comic-Salon Erlangen 2004 mit dem
Max-und-Moritz-Preis als "beste deutschsprachige
Comic-Publikation" ausgezeichnet.
2005 arbeitete er für das
Goethe-Institut
in
Tel Aviv
an einer Comicreportage, die als Teil der Anthologie Cargo veröffentlicht
wurde.
Derzeit kreiert er für einen französischen Verlag das aus
über 300 Seiten bestehende Album Alpha. Dabei wurde er mit dem
e.o. plauen-Förderpreis
2007 unterstützt.
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